Warum die Bewahrung der Anonymität so wichtig ist.

Wenn ein Gerücht sich verbreitet - oder – wie wichtig ist mir die Bewahrung meiner Anonymität?

Diese Frage ist von zentraler Bedeutung, weil die wenigsten Unternehmer/-innen wissen, welche Auswirkungen eine Aufhebung der Anonymität zur Folge haben kann. Bevor wir uns daher mit den organisatorischen und strategischen Schritten einer Unternehmensnachfolge beschäftigen, möchte ich Sie noch einmal auf den Punkt »Anonymität« hinweisen.

 In unseren Beratungsgesprächen kommt eins immer ganz deutlich zum Ausdruck:

  • 90 % der Unternehmer möchten, dass ihre Anonymität während des Verkaufsprozesses bewahrt bleibt. Es bestehen aber keine Vorstellungen über die möglichen Konsequenzen, die mit dem Aufheben der Anonymität verbunden sind.
  • Die Notwendigkeit dieser Maßnahmen und die damit verbundenen Konsequenzen sind sehr vielfältig.

Ich möchte Ihnen nur einige Beispiele aus der Praxis aufzeigen.

Beispiel 1: Ihre Mitarbeiter oder Mitbewerber erfahren, dass Sie Ihre Firma verkaufen wollen.

  • Jede Veränderung innerhalb Ihrer Firma ist ein Risikofaktor für Ihre Mitarbeiter. So stellen sie sich z. B. die Fragen: »Werde ich übernommen?« oder »Komme ich mit dem neuen Inhaber klar?«
  • Gehen Sie davon aus, dass Sie innerhalb kürzester Zeit einige Kündigungen auf Ihrem Schreibtisch liegen haben und zwar von Ihren besten Mitarbeitern!
  • Sollte ein Mitbewerber davon Wind bekommen, dass Sie verkaufen wollen, sollten Sie einkalkulieren, dass Ihre besten Mitarbeiter abgeworben werden! Die Konsequenz: Sie können die vorhandenen Aufträge nicht mehr termingerecht abarbeiten. Bitte unterliegen Sie nicht dem Trugschluss, dass Sie Ihre noch an Bord befindlichen Mitarbeiter motivieren können. Dieser Zug ist abgefahren.
  • Ihre Mitarbeiter sind unmotiviert und damit ist der erste Sargnagel für Ihr Unternehmen schon geschmiedet. Dieses Szenario endet in vielen Fällen mit einem erheblichen Umsatzrückgang, der nur selten kurzfristig wieder aufgefangen werden kann.

Erschwerend kommt noch hinzu, da gerade im Bereich des Handwerks ein absoluter Facharbeitermangel vorliegt. Dies führt heute schon zu ganz abstrusen Abwerbungspraktiken die im Falle eines Firmenverkaufs noch aggressiver werden.

 

Beispiel 2: Ihre Kunden erfahren, dass Sie verkaufen wollen.

  • Hierzu bedarf es keiner allzu großen Phantasie, um sich vorstellen zu können, was Ihre treuen Kunden nun machen werden. Richtig geraten, Ihre treuen Kunden werden sich schnell nach einem anderen Geschäftspartner umschauen. Die Konsequenz ist - was die Umsatzentwicklung betrifft - identisch mit Beispiel 1.

Beispiel 3: Ihr Lieferant erfährt, dass Sie verkaufen wollen.

  • Sollten Sie bei Ihrem Lieferanten etwas im Zahlungsverzug sein, können Sie davon ausgehen, dass Ihnen dieses Entgegenkommen nicht weiter gewährt wird. Im Gegenteil: Man wird Sie auffordern, unverzüglich für den Ausgleich der offenen Rechnungen zu sorgen. Dass dies Ihre eventuell schon angespannte finanzielle Situation noch weiter verschärft, sei nur am Rande erwähnt.

Die Liste dieser negativen Beispiele ließe sich noch weiter fortführen. Ich denke aber, dass Ihnen klar geworden ist, was es bedeutet, wenn Sie Ihre Anonymität verlieren. Bei einigen Firmen ändert sich der Status quo während der Verkaufsverhandlungen von gut aufgestellt hin zu Hilfe, ich bin ein Sanierungsfall - und das nur, weil die Gerüchteküche das Unternehmen erfasst hat.

 

Natürlich könnten Sie in dem Moment, indem Sie darauf angesprochen werden »Ich habe gehört, du willst deinen Laden verkaufen«, das Ganze als Gerücht abtun. Ich gebe aber zu bedenken, dass Sie in dem Fall etwas sehr wichtiges verlieren könnten: Ihr Gesicht!

 

Wenn Sie glauben, das sei zu schwarzgemalt, dann sollten Sie die Tatsache berücksichtigen, dass Wirtschaft zu 50 % aus Real-Geschäft und zu 50 % aus Bauchgefühl (Emotionen) besteht. Fallende Aktienkurse, weil die Märkte ein unsicheres Gefühl haben, sind ein eindeutiges Indiz dafür.

 

Man kann es auch in einem Satz zusammenfassen: Gerüchte verbreitet sich als eine Grippewelle

 

Also, was ist zu tun?

Nur wenn sichergestellt ist, dass es zu einer Übergabe kommt, schenken Sie allen Beteiligten reinen Wein ein. Hier sollten Sie - auch wenn es nicht Ihrem gewohnten Verhalten entspricht - eine egoistische Denkweise an den Tag legen. Halten Sie sich einfach vor Augen, dass Ihnen Ihr Hemd wichtiger sein sollte als die Jacke Ihres Gegenübers.

 

Tipp! Es gibt keine Verkaufsgarantie! Jeder Unternehmer muss einkalkulieren, dass seine Verkaufsbemühungen ins Leere laufen. Daraus leitet sich die Regel ab: Sorge dafür, dass der Geschäftsbetrieb unverändert weiterläuft!



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